Draussen im Dreck – das eigene Gemüsebeet

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Wie schön wäre es, sich selber aus dem eigenem Garten verpflegen zu können. Gemüse – vollkommen frei von Chemie. Um diese Idee zu verwirklichen, reicht schon ein kleines Stückchen Garten aus.

Die Wahl des richtigen Standortes

Das meiste Gemüse benötigt Licht zum Wachstum. Deshalb sollte das gewählte Stückchen Land möglichst sonnig liegen. Leichter Schatten in den frühen Morgenstunden oder später am Abend kann sich positiv auswirken. Der Boden sollte humusreich und fein krümelig sein. Idealerweise liegt dieser Platz möglichst nahe am Haus und verfügt über einen Wasseranschluss oder liegt in der Nähe einer Regentonne.

Aussaat und Anzucht

Auf vielen Wochenmärkten und in den meisten Gärtnereien werden vorgezogene Jungpflanzen angeboten. Diese sind sehr preiswert, so dass sich eine eigene Anzucht aus Samen kaum lohnt. Wer trotzdem lieber gerne selber seine Pflanzen anziehen möchte, muss einige Dinge beachten. Zur Anzucht eignen sich kleinere Blumentöpfe oder spezielle Anzuchtboxen. Die Anzuchtboxen haben den Vorteil, dass sie über eine kleine Abdeckung verfügen und so die Samen immer feucht gehalten werden können. Ebenso bieten sie ein ähnliches Klima wie kleinere Gewächshäuser und sorgen somit für eine frühere und zuverlässigere Keimung. Als Erde sollte man ausschließlich spezielle Anzuchterde benutzen. Nur hiermit ist eine Keimung gewährleistet. Damit die Samen auch zuverlässig aufgehen, sollte man sich hinsichtlich der Aussaatzeiten und Aussaattiefen und auch der optimalen Keimtemperatur unbedingt an die Anleitung auf der Samen Packung halten. Nur so ist ein gesunder Wachstum der späteren Pflanzen möglich. Wichtig ist zudem, dass die Jungpflanzen nicht zu früh gedüngt werden und an einen sonnigen Ort stehen. Ist der Standort zum Beispiel zu dunkel, bilden die Pflanzen keine kräftigen Stiele und sind anfällig für Fäule.

impSind die Jungpflanzen kräftig genug und haben mehr als ein Blattpaar gebildet, müssen die Pflänzchen pikiert werden. Dazu werden sie vorsichtig einzeln mit speziellen Instrumenten (notfalls tut es hier auch ein Stiel oder Löffel) aus der Anzuchterde samt Wurzel herausgehoben und einzeln wieder in andere Töpfe oder gleich ins Beet gepflanzt.

Auspflanzen ins Beet

Die so selber angezogenen Jungpflanzen und auch die gekauften Pflanzen können bei entsprechender Witterung ins Freie gepflanzt werden. Auch dazu ist es notwendig, den richtigen Pflanzabstand einzuhalten. Dies ist nicht nur wichtig, damit die Pflanzen während des Wachstums über genügend Platz verfügen, auch ein Befall von Pilzen oder Läusen wegen zu dichtem Stand ist somit ausgeschlossen. Die Pflanzen können, wenn sie zu dicht stehen, nicht genügend abtrocknen und bilden dann gerne Pilze oder schimmeln.

Die richtige Pflege während der Wachstumszeit

Bis wir ernten können, müssen die Pflanzen nun regelmäßig gegossen werden und Unkraut frei gehalten werden. Ebenso ist eine Düngung notwendig. Idealerweise verwenden wir hierzu keinen industriell und chemisch hergestellten Dünger, sondern Kompost aus dem eigenem Garten.